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Am 15. März 1911 gründet sich in der Briesker "Kaiserkrone" ein Männerchor mit 30 Stimmen, der den Namen Gesangsverein "Marga" trägt. Die Mitglieder, allesamt Beamte der Ilse Bergbau AG, wollen fortan Gesang und Geselligkeit pflegen.

Das war die Geburtsstunde des Bergarbeiterchores Brieske e.V., der bis heute mit seinen Liedern fortführt, was längst verstorbene Sangesbrüder einst begannen.

Wenige Jahre nach der Vereinsgründung bricht der 1. Weltkrieg aus. Er fordert Opfer - auch in den Reihen des Männergesangsvereins "Marga". In den Proben bleiben Stühle leer. Doch der Chor singt weiter, geprobt wird nach Absprache.

Die Briesker Sänger verzichteten zunächst auf öffentliche Auftritte. Erst als 1921 der Volksschullehrer Harry Latzke dem Chor als Dirigent beitritt, stellt sich der Verein die Aufgabe, mit Konzerten Lieder in das Land hinauszutragen.

Wieder fordert ein Weltkrieg seine Opfer. Der Chor singt zu Heldengedenkfeiern, im Lazarett, im Krankenhaus um "Kraft durch Freude" zu spenden. Öffentliche Auftritte in den Gasthäusern fallen aus. Immer mehr Sangesbrüder ziehen in den Krieg. 1943 enden die chronistischen Aufzeichnungen des Männer-Gesangsvereins "Marga" mit dem Vermerk: Singen abgesagt wegen Stalingrad.

1949 wird die Gemeinde "Grube Marga" umbenannt in Brieske-Ost. Auch der Chor ändert seinen Namen und singt zunächst als "Männerchor Brieske-Ost". Zwei Jahre später nimmt das Briesker Braunkohlenwerk die Singgemeinschaft in seine Obhut. Der Männerchor tritt nun als "Betriebschor Franz Mehring" auf und feiert im Sommer 1961 mit einem zünftigen Festprogramm sein 50-jähriges Bestehen.
Mit dem Zusammenlegen der Braunkohlenwerke im Lausitzer Revier 1968 heißt der Chor "Männerchor Brieske des Braunkohlenkombinates Senftenberg".
Zur Eröffnungsveranstaltung der "Kohle- und Energiekonferenz der DDR", 1975 im Leipziger Opernhaus, tragen die Briesker Sänger erstmals Bergmannsuniform. Von nun an tritt der Verein als "Chor der Bergarbeiter" an die Öffentlichkeit und wird seinem Namen mehr als gerecht.

Als sich im November 1989 die deutsch-deutschen Grenzen öffnen, ergeben sich auch für die Arbeit des Chores neue Horizonte.

Auszüge aus: 1911 - 2001 Chronik Chor der Bergarbeiter Brieske e.V.